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  • Temperaturen NordkalottledenDatum09.05.2013 00:19
    Foren-Beitrag von oemer3000 im Thema Temperaturen Nordkalottleden

    Alles klar. Dann vielen Dank für euren Input! Ich denke der Tenor ist bisher eher "Ja, geht wahrscheinlich schon auch mit dem leichten Schlafsack, könnte aber auch manchmal am Limit sein bzw. nur mit einigen Hilfsmitteln wirklich sicher sein".

    Ich denke ich werde mir den etwas wärmeren Schlafsack kaufen, dann hab ich auf jeden Fall etwas Reserve nach unten. Sollte er doch mal ein bisschen nass werden (bei viel Kondenswasser z.B.) ist es dann vielleicht nicht ganz so tragisch wie mit dem leichteren Modell. Zudem kann ich ihn dann auch bei kälteren Touren einsetzten, wo nicht unbedingt bis -20° oder drunter vorgesorgt werden muss und spare mir dann die Hälfte an Gewicht im Vergleich zu meinem eigentlichen Winterschlafsack.

    Dazu kommt, dass ich dieses Jahr das erste Mal sehr leicht unterwegs sein werde (z.B. mit einem Trailstar Tarptent) und will daher mangels Erfahrung mit dem Zelt keine großen Experimente, was Sicherheit und Schlafkomfort angeht, machen. Und im Zweifelsfall verkauf ich halt einen der Schlafsäcke wieder ;)

    Großes Lob jedenfalls nochmal an Deine Seite und das Forum hier Anne, für mich immer noch die beste Informations- und Inspirationsquelle was Fjällwandern angeht!

    Grüße,
    Chris

  • Temperaturen NordkalottledenDatum06.05.2013 23:02
    Foren-Beitrag von oemer3000 im Thema Temperaturen Nordkalottleden

    Vielen Dank erstmal für eure Antworten!

    Ich muss zugeben, dass Ernys Antwort meine Zweifel doch nochmal etwas bestärkt haben. Ab unter 0° wird es halt glaube ich doch eher ungemütlich, wenn auch noch nicht wirklich gefährlich in dem Schlafsack (@Fjaellraev: Dein Schlafsack hat da doch nochmal 50g mehr Daune als meiner und geht laut Hersteller ja bis -2° Komfort. Auch wenn man die Herstellerangaben sowieso getrost in die Tonne kloppen kann, hat mein Schlafsack nur 5/6 der Daunenfüllung von Deinem, was bei so guten Daunen durchaus was ausmacht. Benutzt Du ein Inlet?).

    Das eigentliche Problem ist, dass ich die Temperaturen im nördlichen Fjäll zu der Jahreszeit überhaupt nicht einschätzen kann. Liegt doch eigentlich ziemlich nah am Meer und ist zumindest im Winter deutlich wärmer als z.B. Grövelsjön. Wäre super, wenn ihr mal eure Temperatur-Erfahrungen für die Gegend im August ungefähr beschreiben könntet, also nicht auf das Grad genau aber halt ob es öfters mal Frost gab z.B..

    Da es gerade die nächst wärmere (3 season) Variante meines Schlafsacks als Auslaufmodell 30% reduziert gibt, bin ich schon kurz davor gewesen zuzuschlagen. Allerdings würde ich den dann nicht nur für die eine Tour kaufen wollen, wenn ich was kaufe dann ungern zweimal, es sollte schon einige Jahre (oder am besten Jahrzente) halten. Aber brauch ich wirklich drei Schlafsäcke? Wird das wirklich so kalt im Fjäll um die Zeit?

    Letztes Jahr war es nach unglaublichen 7 Tagen Sonne (fast) ohne Regen dann doch ziemlich stürmisch und hat geschüttet im Fjäll, ausgerechnet auf dem letzten Stück von der Skedbro Stuga nach Fjällnäs. Ich war klatschnass bis auf die Haut und wäre es umgekehrt gewesen und noch ein paar Grad kälter, hätte ich die Nächte vermutlich nicht mehr so gemütlich durchgeschlafen (was wie Erny ja schon sagte deutlich die Leistungsfähigkeit mindern kann). Guter Schlaf ist mir schon wichtig, aber dafür nochmal fast 300 Euro hinlegen... hmm. Ich bin aber halt inzwischen durch die endlose Testberichte-, Survival- und Ultraleicht-Lektüre auch etwas zum Gear-Junkie geworden und muss die Investition dann halt wenigstens für mich rechtfertigen können (Stichwort: Multi Use), vielleicht kennt ihr das ja :D

    @Anne: Du warst ja vermutlich mit Abstand am öftesten von allen Forumsteilnehmern in der Gegend ;) Hast Du da öfter mal wirklich kalte Nächte erlebt, also unter -5° oder heftige Schneefälle in der Zeit? Hütten sollten wirklich nur im absoluten Notfall eine Option sein, vielleicht mal für eine Nacht oder so (nicht dass ich am Ende den halben Urlaub in Hütten schlafen muss).

  • Temperaturen NordkalottledenDatum06.05.2013 02:29
    Thema von oemer3000 im Forum Ausrüstung und Wander...

    Hallo zusammen!

    Nachdem ich mich in der Vergangenheit schon sehr oft in passiver Form an diesem wunderbaren Forum beteiligt habe, muss ich jetzt auch mal aktiv um eure Meinungen bitten. Ich werde ab dem 8. August auf dem Nordkalottleden unterwegs sein, entweder von Abisko nach Kilpisjärvi oder von Abisko nach Süden, vermutlich Ritsem, also maximal 14 Tage.
    Letzten Sommer war ich im Rogen unterwegs, von Grövelsjön nach Fjällnas. Dabei hat mir mein superleichter Ajungilak Sphere Spring Daunenschlafsack locker ausgereicht (Herstellerangaben Komfort: 5-22°, Limit 0°, Extrem -16°). Auch bei frischen 3° war es mir mit meinem Seideninlet (und auf meiner wunderbar bequemen und warmen SynMat 9 LX) noch angenehm warm, viel kälter hätte es dann aber auch nicht mehr sein dürfen glaube ich, vielleicht hätten 0° und zusätzliche Kleidung grad noch gepasst.
    Über Sylvestern/Anfang Januar war ich dann wieder im Fjäll rund um Grövelsjön unterwegs, diesmal mit Schneeschuhen, Zelt und einem 1.8kg schweren Valandré Odin (Komfort -12°, Limit -20°, Exttrem -42°) auf der Pulka.
    Mein Problem ist jetzt, dass ich urpsrünglich dachte der leichte Schlafsack sei in Abisko und Umgebung ausreichend, evtl. dann halt mit Mütze, Handschuhen, dünner Merino-Skiunterhose + Langarm-Shirt und dünner Primaloft-Isolationsjacke für kalte Nächte. So langsam kommen mir da aber Zweifel, nachdem sogar die Ultraleichfreaks laut ihren Packlisten die ich für die Fjällraven Classic gefunden habe eher Daunenquilts benutzen, die etwas schwerer als mein Sommerschlafsack sind (aber nur auf der Oberseite gefüttert sind) und auch Fjällraven bei den Ausrüstungs-Anforderungen für die Classic einen Schlafsack bis -5° Komfort empfiehlt. Auf yr.no/place/Sweden/Norrbotten/Abisko/statistics.html sieht das ja alles sehr gemäßigt bzw. regelrecht mollig warm aus, aber im Fjäll sieht das ja meistens ganz anders aus.
    Da ich sowieso immer mindestens eine Rettungsdecke dabei habe dachte ich, ich könnte mich vielleicht da noch reinwickeln wenn es hart auf hart kommt, das sollte aber natürlich nur als letztes Backup und nicht in jeder zweiten Nacht nötig sein, zumal ich dann sowieso die Daunen von innen vollschwitzen würde. Oder gleich VBL verwenden? Mein 1.8kg Schlafsack ist halt auf jeden Fall zu krass für die Tur und über zusätzliche Liner für den Ajungilak wie z.B. Sea to summit reactor hab ich leider auch eher schlechtes als gutes gelesen.
    Was meint ihr dazu?

    Grüße,
    Chris

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