Fjällforum
#1

Keens oder FlipFlops?

in Ausrüstung und Wandertechnik 26.04.2012 10:22
von volkerh | 13 Beiträge

Hei, gehe im Sommer rund 500km durchs norwegische und schwedische Fjäll.
Habe meine geliebten Lundhags dabei.
Auf der Suche nach Gewichtseinsparung überlege ich, meine Keens zu Hause zu lassen und für abends nur flipflops mitzunehmen.

Werde ich das bereuen?
Muss ich auf dem Kungsleden Süd durch tiefe Bäche/Flüsse waten, wo man die Sandalen braucht?
Danke für input, Volker

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#2

RE: Keens oder FlipFlops?

in Ausrüstung und Wandertechnik 26.04.2012 14:09
von Erny | 95 Beiträge

Hmmm.

Das Keens relativ umfangreich, auch vom Gewicht sind, sehe ich ja ein, aber Flipflops- ich weiß nicht.

Wie dachtest du dir denn eventuelle Flussüberquerungen zu gestalten, wenn keine Brücke da ist. Du bleibst doch bei 500 km sicher nicht nur auf dem Kungsleden. Die Flipp-Dinger bieten da ja wohl eher weniger halt.


Oder?

Erny


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zuletzt bearbeitet 26.04.2012 14:11 | nach oben springen

#3

RE: Keens oder FlipFlops?

in Ausrüstung und Wandertechnik 26.04.2012 20:09
von Anne | 1.417 Beiträge

Moin,

ich würd die zweiten Schuhe so wählen, daß du damit im Notfall noch mindestens ohne allzu starke Blessuren bis zur nächsten Straße kommst. Wenn Flipflops bei dir dafür ausreichen, nimm sie mit. Wobei das unpraktisch mit Socken abends ist. Ich bin auch mal einen ganzen Sommer in flipflops rumgelaufen und hätte darin gegen Ende sicher auch wandern können , heute geht das aber nicht mehr. Ich nehm als Zweitschuhe diese modernen Schaumstoffgartenlatschen mit, das reicht auch, sofern man einen Anbindemechanismus dranmacht (sonst sind sie den Fluß hinunter).

Grüße
Anne

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#4

RE: Keens oder FlipFlops?

in Ausrüstung und Wandertechnik 26.04.2012 21:35
von Erny | 95 Beiträge

Also mit Flipflops wandern, sollten mal die Wanderstiefel kaputt gehen, halte ich schon für sehr gewagt, Es ist ein Unterschied, ob man die Dinger den ganzen Sommer in der Stadt, am Strand oder bei einer Grillparty an hat, oder damit mit 20 kg + auf dem Rücken, auf Wanderwegen - die nicht gepflastert sind - zu laufen. Davon abgesehen, dass sie keinen Halt bieten, dürfte es auch auf die Zehen gehen. Wie oft stößt man mal gegen einen Stein. Jeder kann doch die Riefen vorne auf dem Leder nach einer Wanderung bewundern, und sich freuen, dass das das Leder und nicht die Zehen abbekommen haben.

Mir sind mal vor ein paar Jahren zwei Mädels irgendwo zwischen Pårtestugan und Aktse begegnet, die hatten überhaupt keine Stiefel mit, sondern nur Teva-Sandalen. Deren Strümpfe sahen an der Spitze durchgehend schön - rot - aus. Und das war weder das Strumpfmaterial noch Nagellack. Dementsprechend humpelten sie auch, und machten einen ziemlich gequälten Gesichtsausdruck.

Ich habe schon einmal meine Stiefel auf einer Wanderung begraben, und einmal mit Ihnen gerade so eben das ins Ziel erreicht.



Der linke hätte nicht mehr lange durchgehalten. Die Aufnahme entstand ungefähr 6 Wandertage vor dem Ziel Saltoluokta. Zum Glück hat meine Konstruktion die Sohle so lange am Schuh gehalten.


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zuletzt bearbeitet 26.04.2012 21:43 | nach oben springen

#5

RE: Keens oder FlipFlops?

in Ausrüstung und Wandertechnik 26.04.2012 22:09
von volkerh | 13 Beiträge

Leute, doch nicht damit wandern, nur abends zum chillen...
zum wandern hab ich meine stiefel

ich hab nur gelesen, dass es tiefe furten gibt, bei denen man das voll laufen der stiefel vermeidet, wenn man auf sandalen wechselt.
deshalb die frage, ob es auf dem KL süd im Hochsommer tatsächlich so tiefe Furten gibt?

mit tevas habe ich in stärker strömenden flüssen ganz schlechte erfahrungen gemacht. das wasser drückt sich vorne zwischen fuß und sohle und macht den stand ganz instabil. deshalb trage ich nur noch keens.

wenns aber nicht so stark strömt, sondern nur tief ist, reichen ein paar flipflops meistens aus, um nicht mit nackten füßen aauf flusskieseln laufen zu müssen.
bademeistergruß: allns chlor?

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#6

RE: Keens oder FlipFlops?

in Ausrüstung und Wandertechnik 27.04.2012 00:28
von Anne | 1.417 Beiträge

Hi,

vom Wandern in Fliflops sprach hier keiner, höchstens für einen kleinen Gelegenheitstipp. Daß Sandalen im Sommer nicht die erste Wahl sind, ist denke ich, jedem klar. Wobei die Geschichte von den Mädchen und den Sandalen anders ausgesehen hätte, hätten die beiden die Sandalen in ihrer Schuhgröße und nicht 3 Nummern zu klein gekauft, wie Frauen das gerne tun (das war jetzt Spekulation). Und vieles ist Training wie sonstwas.

Abends zum Chillen, bedenke die Mücken undd aß Flipflops nicth so praktisch mit Strümpfen sind, das wären meine einzigen Bedenken dabei.

Am südlichen Kungsleden wirst du eher weniger auf Furten treffen, die Flüsse dort sind auch normalerweise keine Gletscherflüsse, so daß der Untergrund sichtbar ist und eher aus groben Steinen als aus Sand oder Kies besteht.

Grüße
Anne

zuletzt bearbeitet 27.04.2012 00:30 | nach oben springen

#7

RE: Keens oder FlipFlops?

in Ausrüstung und Wandertechnik 27.04.2012 07:27
von Erny | 95 Beiträge

Hallo - Ich habe nicht behauptet, dass man damit wandern soll. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass ich schon zweimal meine Wanderstiefel auf der Tour begraben habe, wobei das zweite Mal zum Glück erst in Saltoluokta passiert ist.

Es bleibt na klar jeden überlassen, sollten die Wanderstiefel, aus welchem Grund auch immer den Geist aufgeben, dort am Fleck stehen zu bleiben und auf ein Wunder zu hoffen. Vielleicht kommt ja ein Wanderstiefelverkäufer vorbei, und hat ein neues Paar - in passender Größe - im Rucksack.

Die von mir - im letzten Posting - abgebildeten Stiefel waren Meindl-Island, also keine Ostasienbilligware. Am Anfang der Wanderung war nicht zu ersehen gewesen, dass die Weichmacher in der Sohle sich bereits so verflüchtigt hatten, dass die ganze Konstruktion brüchig wurde. Das Dilemma fing so am 3. oder 4. Tag der Wanderung an, sichtbar zu werden, und entwickelte sich dann auf der Tour ständig weiter.

Und so etwas passiert anscheinend nicht nur mir.

Hier eine kleine Fundstudie am Wegesrand vom Padjelantaleden





Und Anne - meine Teva-Sandalen sind auch nicht zu klein, und abends beim Zeltaufbauen oder ähnliches, stoße auch ich mal ab und zu gegen etwas, was ich an den Zehen durchaus merke. Und wenn man damit richtig wandert, kommt so etwas schon mal verstärkt vor.

Gruss

Erny


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zuletzt bearbeitet 27.04.2012 07:31 | nach oben springen


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